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Der Berliner Storchenwagen – Kreißsaal auf Rädern – ein Interview

Der Berliner Storchenwagen – Kreißsaal auf Rädern – ein Interview

WICHTIG: Der Storchenwagen hat 2018 seinen Betrieb eingestellt.

Manchmal sieht man in Berlin einen gelben Krankentransportwagen mit einem Storch an einem vorbei rasen…den Storchenwagen. Für Schwangere die “kurz” vor der Entbindung stehen, einen Wehendurchbruch haben, die Fruchtblase geplatzt ist, eine Möglichkeit mit dem Kreissaal auf Rädern unter der Betreuung durch eine Hebamme, das nächstliegende Krankenhaus zu erreichen. Wie genau das mit dem Storchenwagen funktioniert, haben wir den Inhaber Karl-Heinz Nicolaus gefragt:

Im letzten Jahr habt Ihr den Storchenwagen nach 10 Jahren wieder ins Leben gerufen. Was steckt hinter der Idee des Storchenwagens?

Die Idee war vor genau 10 Jahren ja schon da, man hat ein wunderbares Auto einfach nur abgeschafft aus Kostengründen. Wir als „Hauptstadt Berlin“ hatten im Bereich der Geburtshilfe durch den Storchenwagen mehr Sicherheit und aus persönlicher Erfahrung haben wir auch gemerkt das im Bereich Rettungsdienst – Berliner Feuerwehr – einfach Wissenslücken sind was dieses Thema angeht. Eine Hebamme bringt die Erfahrung für einen Geburtsvorgang mit und ist somit Spezialist auf diesem Gebiet, und auf dem Auto ist die entsprechende Mobilität gegeben.

Was ist der Unterschied von einem Storchenwagen und dem Storchentaxis?

Storchenwagen:

Es handelt es sich um einen Wagen der ausschließlich für Schwangere ist, damit sie im Notfall bestens versorgt werden. Es ist kein normaler Rettungswagen/ Krankenwagen, sondern hat alles was man für eine eventuelle Entbindung braucht. Es fährt auch immer eine Hebamme mit bei solchen Einsätzen, so das auf besondere Situationen eingegangen werden kann.

Storchentaxi:

  •            ist nur ein Taxi ohne entsprechendes Material.
  •            ist ein Taxi mit Lederausstattung falls die Fruchtblase platzt.

Kann sich die werdende Mutter das Krankenhaus aussuchen, zu dem sie transportiert wird?

Da es nur ein (KSB) Storchenwagen Berlin gibt versuchen wir möglichst kurze „Besetztzeiten“ des Fahrzeugs zu haben, damit es möglichst vielen werdenden Muttis helfen kann ihr Kind sicher & gesund in ein geeignetes Krankenhaus zu bekommen. Das Zeitfenster muss einfach enorm groß sein damit man solchen Wünschen wie zum Beispiel: Bezirk Neukölln – nach Krankenhaus Havelhöhe erfüllen könnte. Und der Sinn des (KSB) Storchenwagens Berlin würde so verloren gehen und würde mehr als Taxi fungieren. Zum Einen wollen das die Krankenkassen nicht, und zum Anderen sind wir da wenn es nicht mehr alleine möglich ist zum Geburtsort zu kommen.

Wie viele Transportwagen stehen in Berlin zur Verfügung und wie lange muss die werdende Mutter etwa nach dem Anruf warten?

Ein Geburtshilfewagen – „Storchenwagen Berlin “ steht für ganz Berlin zur Verfügung. Je nach Auslastung wird dann ein zweiter eingeführt von der Firma KSB Krankentransport Service Berlin GmbH. Nach 12 Jahren ohne Geburtshilfewagen muss er erst wieder bekannt werden.

Wie viele Babys wurden im Storchenwagen schon entbunden? Wo ist in diesem Fall der genaue Geburtsort?

Im (KSB) „Storchenwagen Berlin“ ist bis jetzt noch kein Baby entbunden worden. Wir haben es immer rechtzeitig geschafft die werdende Mutter und Ihr Neugeborenes in den Kreißsaal zu befördern. Eine Situation hat es jedoch schon für den (KSB) „Storchenwagen Berlin “ gegeben. Wir haben vor ca. 6 Monaten eine Hausgeburt durchführen müssen, da das Zeitfenster zu kurz war, die werdende Mutter sich verschätzt hat und zu lange gewartet wurde. Da war der Geburtsort dann der Bezirk und die Meldeadresse von der Patientin. Wir haben dann die Mutter und das Neugeborene schnellst möglichst mit Sonderrechten in den nächsten Kreißsaal transportiert.

Kann der Vater oder ein anderer Begleiter mitfahren?

Laut Behörden Berlin (LABO BERLIN) ist eine Mitnahme von Begleitpersonen im Bereich Krankentransport / Rettungsdienst untersagt.

Kommen zusätzliche Kosten auf die transportierte Mutter zu?

Nein, keine weiteren Kosten kommen für die werdende Mutter zu. Die Patientin ist nur in der Fürsorgepflicht den gesetzlichen Eigenanteil zwischen 5-10€ zu begleichen. Die Restkosten übernimmt die Krankenkasse wo die Patientin versichert ist.

Was wünscht Ihr Euch für das Storchenmobil in 5 Jahren?

5 Fahrzeuge mit der Auslastung von 10-12 Einsätzen pro Fahrzeug. J

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Danke, dass Ihr diesen tollen Service wieder habt aufleben lassen. Wir wünschen Euch viele Schwangere die wohlbehalten den Geburtsort erreichen und vor allem gesunde Babys. Danke für das Interview.

Bildquelle: Die Bilder wurden uns freundlicherweise vom Krankentransport Service Berlin zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar
  1. Es sollte überall zusehen sein viele wissen es garnicht das es wieder euch gibt 😊 ich finde es toll wieder ein Storchenwagen in Berlin zu haben 👍 macht weiter so

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