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Geburtsfotografie – ein Interview

Geburtsfotografie – ein Interview

Bereits im letzten Jahr haben wir das Thema Geburtsfotografie in unsererm Blog – Blitzlicht im Kreissaal– aufgegriffen und Euch berichtet, was man darunter verstehen kann. Damals haben wir uns gewünscht, dass dieser Service mehr Anklang in Deutschland findet und viele Familien die einzigartigen Momente rund um die Geburt in professioneller Weise festhalten lassen möchten. In Köln auf dem Stillkongress haben wir Esther Mauersberger kennengelernt, selbst Mama und eine der ersten Anbieter in Deutschland. Natürlich konnten wir uns nicht nehmen lassen, sie zu ihrem Angebot zu befragen:

© Esther Mauersberger

© Esther Mauersberger

Liebe Esther, seit 2012 bietest Du rund um Köln Geburtsfotografie an. Wie kam es zu der Idee?

Bekannt war mir die Geburtsfotografie aus den USA, und sehr wehmütig musste ich 2011 in der Schwangerschaft feststellen, dass es so etwas hier für mich nicht gibt. Für unsere Hochzeit hatten wir ein Vermögen für den Fotografen ausgegeben, und an den Bildern kann man sich nicht sattsehen, ich spielte sogar mit dem Gedanken ihn einzuladen! Aber ein Mann, und dann meine erste Geburt… Es endete wie bei Vielen, ein paar verwackelte Handybilder erinnern an den 25.02.2012 den Geburts-Tag meiner ersten Tochter.
Das Thema ließ mich aber einfach nicht los, ich kaufte mir eine Kamera, und fing an zu üben, zu lesen, auszuprobieren, belegte Kurse, lernte das Fotografieren.

Was möchtest Du in Deinen Bildern festhalten?

Festhalten möchte ich den ersten gemeinsamen Tag, der vielfältiger kaum sein könnte. Der Tag beginnt mit einer hochschwangeren Frau, diese Schwangerschaft geht an diesem Tag zu Ende, und wird ein Leben lang „Geburtstag“ sein. Es entstehen wunderbar weibliche Bilder einer wohlgeformten Frau, die sich öffnet und einer Naturgewalt ergibt. Wie wunderschön Frauen in dieser Phase ihres Lebens sind möchte ich zeigen! Die Ergriffenheit eines Mannes, der soeben Vater geworden ist, die tiefe Ehrfurcht seiner Frau gegenüber. Und letztlich auch ein Baby, wie es sich seinen Weg bahnt um hier auf dieser Erde mit uns zu sein. Sein Ankommen zu dokumentieren, dass sich nie wieder wiederholt.

© Esther Mauersberger

© Esther Mauersberger

Wie läuft dies praktisch ab? Und was kostet dies?

Praktisch läuft das so ab, dass mich die Gebärende zum Ende der Schwangerschaft immer wieder auf dem Laufenden hält. Ich bin in den Wochen um den ET rufbereit, das heißt ich habe immer eine Kinderbetreuung in der Hinterhand, und bin jederzeit bereit mich auf den Weg zu machen. Mein Handy ist Tag und Nacht an, man kann sich das vorstellen wie die Rufbereitschaft einer Hebamme. Der Kamera Akku ist voll, die Speicherkarte ist leer. Um viele Facetten der Geburt einzufangen macht es Sinn mich ab der späten Eröffnungsphase dabei zu haben. Nach der Geburt bleibe ich ca 1-2 Stunden. Die Kosten betragen 650 Euro, je nach Entfernung kommen auch Anfahrtskosten hinzu.

Wie hast Du Deine erste fotografische Geburtsbegleitung erlebt?

Die erste Geburt die ich fotografieren durfte war die einer Freundin. Das Gefühl der tiefen Ehrfurcht, dabei sein zu dürfen an diesem besonderen Tag erlebte ich dort das erste Mal. Es war eine ziemliche Anfahrt mit 2,5 Stunden, ich war aufgeregt, nervös, gerührt. Der Vater begrüßte mich flüsternd an der Tür, und es war so still im Haus, einfach eine magische Atmosphäre.

Als das Baby dann nach vielen Stunden langsam in diese Welt glitt, haben meine Hände gezittert, und als es geboren war, hab ich hinter meine Kamera durch einen Tränenschleier geschaut. Das war mein erstes Mal, und so ist es seither immer wieder gewesen.

© Esther Mauersberger

© Esther Mauersberger

In den USA ist die Geburtsfotografie schon länger bekannt und genutzt. Wie sind die bisherigen Reaktionen in Deutschland?

Die Reaktionen sind sehr vielfältig von „Endlich!“ bis zu „Wieso sollte man das fotografieren wollen“. Ich hoffe meine Bilder beantworten diese Frage direkt. Wieso sollte man eine Geburt fotografieren? Weil dieser Tag ein Tag voller Magie ist, und jedes Bild genau das nochmal zeigt. Erinnerungen verblassen leider, ein Bild erzählt genau die Geschichte nochmal und so oft man möchte. —

Liebe Esther, wir wünschen Dir und allen interessierten Familien noch viele einzigartige Momente und Aufnahmen! Vielen Dank für Deine Arbeit und dieses Interview.

Wenn Ihr mehr von Esther sehen wollt, dann besucht sie doch hier auf ihrer Internetseite. Sie bietet zusätzlich Schwangerschafts-, Wochenbett- und Ritualfotografie an und freut sich über Eure Anfrage.

In Berlin kennen wir zwei Anbieter für die Geburtsfotografie. Wenn Ihr Interesse habt, dann meldet Euch gerne bei uns.

Alle Fotos dieses Blogbeitrags wurden uns dankenswerterweise von Esther Mauersberger zur Verfügung gestellt und unterliegen dem ©.

1 Kommentar
  1. Ganz toll! Esther weiß das Wunder der Geburt sooo zu schätzen. Sie war es, die mich inspririerte, diesen Service auch in Brandenburg und Berlin anzubieten…Tausend Dnk dafür! <3

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