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Better Safe than Sorry: Sicheres Fliegen mit Kind

Better Safe than Sorry: Sicheres Fliegen mit Kind

Nach dem gemeinen und grauen Winter wird es Zeit für einen wohlverdienten Frühlingsurlaub. Da es manche Sicherheitsvorkehrungen nicht auf die Urlaubs-Checkliste schaffen, haben wir für Euch in einen kurzen Beitrag zusammengefasst, wie man möglichst sicher mit Kind reist, insbesondere fliegt.

Ich (Lorna) habe letztens an einem Workshop zum Thema Reboarder teilgenommen und es war mir überraschend dabei zu erfahren, dass Reboarder nicht nur die sicherste Weise sind, ein Kind im Auto zu transportieren, sondern auch im Flugzeug.

Wenn man schon mal geflogen ist, kennt man das: Kinder über zwei Jahre bekommen ihren eigenen Sitzplatz im Flugzeug und Kinder unter zwei sitzen normalerweise auf dem Schoß eines Elternteiles mit extra ‚Loop Belt‘ oder Gurtschlaufe für das Kind. Aber es gibt andere, sicherer Möglichkeiten, das Kind anzuschnallen…

Loop Belts sind nicht die einzige Option

Loop Belts oder Gurtschlaufen sind NICHT für die Sicherheit des Kindes gedacht, sondern für die, der anderen Passagiere. Tatsächlich war bis 2008 den Loop Belt in Deutschland verboten (und ist es noch in den USA). Aber seitdem europäische Richtlinien auch in Deutschland eingeführt wurden, hat man auch Gurtschlaufen wiedereingeführt, damit die deutschen Fluggesellschaften so konkurrenzfähig blieben. Crashtests haben bewiesen, dass die internen Verletzungen, die diese Art von Anschnallgurt verursachen können nicht unerheblich sind. Außerdem kann im Fall von Turbulenz oder plötzliche Geschwindigkeitsabnahme der Körper des Erwachsenen zusammenklappen und das Kind erdrücken.

Es ist daher sehr empfehlenswert einen Extra-Sitzplatz für das Kind zu buchen und einen flugzeugtauglichen Kindersitz mitzubringen.

Auch wenn man den Sitz gebucht hat, könnte es eine Herausforderung beim Check-in sein, die Mitarbeiter des Fluggesellschafts zu überzeugen, dass es überhaupt erlaubt ist, den Autositz im Flugzeug zu nutzen. Es lohnt deshalb sich im Voraus bei der Fluggesellschaft danach zu erkundigen, ob man den Autositz den man besitzt zur Sicherung des Kindes benutzen darf. Man braucht hierfür einen geeigneten Sitz, der ‘for use in aircraft’ declariert ist. Solche Sitze dürfen mit einem 2-Punkt Gurt benutzt werden.

Wenn die Fluggesellschaft ihre Zustimmung für die Nutzung des Autositzes im Flieger gegeben hat, wird man normalerweise keine weiteren Probleme haben. Manchmal aber kann es vorkommen, dass die Mitarbeiter beim boarden, einen bitten den Autositz einzuchecken. Wenn dies geschehen sollte, ist man berechtigt nein zu sagen! Wenn man schon das OK von der Fluggesellschaft erhalten hat, dann darf man definitiv den Sitz nutzen.

Am besten ist es natürlich, wenn man eine schriftliche Erlaubnis vorzeigen kann, worauf steht, dass man den Segen der Fluggesellschaft hat. Man könnte sogar ein ärztliches Attest vorlegen, dass das Kind so fliegen muss.

Autositze einchecken: Am Flugzeug abgeben oder Gepäckablage

Wenn es trotzdem aus irgendeinem Grund nicht erlaubt ist, den von der Fluggesellschaft genehmigten Autositz mit in den Flieger mitzunehmen, lasst ihn am Flugzeug abgeben oder packt ihn zur Sicherheit in die Gepäckablage, wenn er passt. Einen Autositz, der schon mit dem Gepäck eingecheckt wird könnte häufig wegen eines ungeschickten Gepäckabfertigers zu Schaden kommen und ganz schnell ein “Unfallsitz” werden, was heißen würde, dass man ihn dann nicht mehr verwenden soll. Wenn man den Sitz als normales Gepäck einchecken muss, dann am besten in der Originalverpackung.

Für Kinder über 2 Jahre alt: CARES Kindergurt

Kinder bis zu 1,25 m groß (ca. 6 Jahre alt) werden am besten mit einem zusätzlichen Sicherheitsgurt angeschnallt. Wenn ein Autositz zu sperrig ist, dann gibt es den CARES Sicherheitsgut für Flüge.

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Laut der TüV ist eine zusätzliche Sitzerhöhung für eine bessere Positionierung des Sitzgurtes sinnvoll.

Und für die ganz Kleinen?

Laut der meisten Fluggesellschaften können Babys mit 6-8 Wochen schon fliegen und bekommen, bei entsprecheder Nachfrage, ein eigenes kleines Babykörbchen. Dieses ist meist bis 10 Kg zugelassen und besonders auf den Langstreckenflügen sehr beliebt. Die Babys können dort hineingelegt werden und mit einem Reisverschluss gesichert werden. Allerdings sind die Eltern meist dazu verpflichtet die Kinder bei Turbulenzen heraus zu nehmen und auf dem Schoss zu haben. Unser Tipp: Diese Babykörbe müssen immer vorab bei der Fluggesellschaft direkt gebucht werden und es sollte auch kurz vor dem Flug nochmal angefragt werden ob mit der Reservierung alles klappt.

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Weitere Informationen

Weitere Infos von der TüV, inkl Crashtest-Video

http://www.tuv.com/de/germanyinfothek/infothek/kindersitze_flugzeug/kindersitze_flugzeug.html

Eine Liste der Fluggesellschaften und, ob sie Autositze im Flugzeug erlauben (auf Englisch)

http://traveling-kids.blogspot.de/2011/11/flying-with-kids-bringing-child-seats.html

Artikel von den Kindersitzprofis bezüglich Fliegen mit Kind

http://www.kindersitzprofis.de/mit-kindern-sicher-fliegen/

 

2 Kommentare
  1. Sehr schön, dass ihr das Thema ansprecht – leider wissen die allermeisten Eltern viel zu wenig über sicheres Fliegen, und die Airlines tun alles, um sie noch mehr zu verwirren.

    Da sich die Regelungen bezüglich erlaubter Kinderrückhaltesysteme ständig ändern, möchten wir anstatt des schon fünf Jahre alten Links unsere ständig aktualisierte Übersicht empfehlen, welche Airline was erlaubt: http://www.kidsaway.de/fliegen/flugsicherheit/die-unsichersten-deutschen-ferienflieger-fuer-babys-und-kinder/

    Auf dem Blog der Weltwunderer gibt es eine ähnliche Übersicht für internationale Airlines: http://www.weltwunderer.de/sicher-fliegen-mit-baby-was-die-airlines-im-kleingedruckten-verstecken/

    Liebe Grüße
    Jenny

  2. Vielen Dank für Ihre Erfahrung …

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