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Kindersicherheit im Frühling oder Blumen im Garten, so 20zig Arten von Rosen, Tulpen und Narzissen…

Kindersicherheit im Frühling oder Blumen im Garten, so 20zig Arten von Rosen, Tulpen und Narzissen…

Ihr Lieben, der Lenz ist da, endlich! Nun geht es wieder raus, die Natur entdecken und Blumen bestaunen. Worauf Ihr mit Kindern dabei achten solltet, haben wir für Euch hier zusammengefasst:

Ganz prinzipiell gilt: beim Entdecken der Natur im Garten, Park oder Wald ein begleitetes und aufmerksames Entdecken ist wichtig, um die kleinen Entdecker zu schützen und zu schulen. Die bunte Farbpracht und vielen Düfte locken nicht nur uns Erwachsene an, sondern verleiteten gerade Kinder dazu die Natur zu fühlen, zu riechen und ggf. zu kosten.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung ist das Gesundheitsrisiko durch Pflanzen verhältnismäßig gering im Vergleich zu Vergiftungen durch Medikamente, Haushaltsprodukte, etc. Trotzdem sind gerade Kinder besonders gefährdet, da Ihr Entdeckungsdrang wenig Grenzen kennt, wie wir auf der Fachtagung für Kinderunfallprävention für die Praxis in Berlin von Dr. Axel Hahn hören konnten.

Hier nun eine Auswahl an Frühlingsblumen, die es im Auge zu behalten gilt:

Krokus, gering giftig +krokus1

Der Frühjahrskrokus ist ungiftig! Lediglich die Knolle und Narbenschenkel des Safrankrokus (Zuchtkrokus) sind giftig.

Giftstoff: Saponine

Auswirkung: schwere Vergiftungen mit Brechdurchfall, Koliken, Haut- und Schleimhautblutungen, Schwindel, Delirien, Krampfanfälle und Kollaps.


Maiglöckchen, gering giftig bis giftig, maigloec

Blüten, Samen und jungen Blätter

Giftstoff: Digitalisglykoside

Auswirkung: Übelkeit, Erbrechen, bei größeren Mengen Herzrythmusstörungen


 Narzissen, gering giftig bis giftig ++ osterglocke

alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebeln und das Blumenwasser

Giftstoff: Alkaloide (bekannte Alkaloide Koffein, Nikotin)

Auswirkung: Würgen, Erbrechen, Durchfälle, Bauchschmerzen, Schweißausbrüche, tw. Lähmungserscheinungen


 Pusteblume/Löwenzahn, gering giftig loewenzahn

Milchsaft in Stengeln und Blättern

Giftstoff: Bitterstoffe, Harze, Triterpene

Auswirkung: Hautkontakt: Rötungen , Juckreiz Verzehr: Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen, Brechreiz und Durchfall


Primel-giftig-Thinkstock-177130389_5383Primeln, gering giftig +

Wurzeln, Blätter, Blüten

Giftstoff: Saponin

Auswirkung: Hautkontakt: Ausschlag, Juckreiz Verzehr: Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen, Brechreiz und Durchfall


Schneeglöckchen, gering giftig +schneegloeckchen

alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebeln

Giftstoff: Alkaloide (bekannte Alkaloide Koffein, Nikotin)

Auswirkung: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall


Tulpen, giftig ++ tulpe

alle Pflanzenteile

Giftstoffe: Tuliposide

Auswirkung: Hautreizungen beim Anfassen, beim Verzehr: Speichelfluß, Erbrechen, Bauchschmerzen, ggf. Abfall der Körpertemperatur, Schock, Apathie


 

Wie verhalte ich mich wenn mein Kind Pflanzen oder Pflanzenteile gegessen hat?

Wenn möglich solltet Ihr versuchen alle Pflanzenteile aus dem Mund des Kindes zu entfernen. Große Stücke können mit den Fingern entfernt werden oder durch Ausspucken oder Spülen mit Wasser oder Tee.

WICHTIG:

Bitte verwendet unter keinen Umständen Milch, da diese die Giftaufnahme begünstigen kann!

Versucht nicht, dass Kind zum Erbrechen zu bringen, dies darf nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen!

Für eine erste schnelle Information oder auch Kontaktaufnahme zum Giftnotruf gibt es die App Vergiftungsunfälle bei Kindern vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Hier findet Ihr auch eine Liste der Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren.

Welche Informationen benötigt der Giftnotruf?

Wer? Kind oder Erwachsener? Alter, Geschlecht, ungefähres Körpergewicht sind hilfreiche Informationen für die Einschätzung der Situation.
Was? Möglichst genaue Angabe, was eingenommen wurde: Arzneimittel, Haushaltsprodukt, Chemikalie, Pflanze, Pilze, Tier, Lebensmittel, Drogen – möglichst genaue Bezeichnung von der Verpackung angeben.
Wann? Zeitpunkt der Einnahme oder Einwirkung und Dauer der Einwirkung angeben.
Wie? Angaben, auf welchem Weg Ihr Kind die giftige Substanz aufgenommen hat – geschluckt, eingeatmet oder über die Haut.
Wie viel? Möglichst genaue Mengenangabe, zum Beispiel Anzahl der Tabletten, Tropfen, Pflanzenteile, Flaschengröße und fehlende Menge und Ähnliches.

Quelle: http://www.kindergesundheit-info.de/themen/sicher-aufwachsen/notfall-infos/giftinformationszentralen-giftnotruf/

Übrigens, wenn Ihr Euch in Berlin über giftige Pflanzenarten informieren wollt, besucht doch mal den Giftgarten des BfR. Hier werden einige giftige Pflanzen erklärt und besichtigt.  Ihr könnte Euch hier kostenlos weiter über das Thema Vergiftungsunfälle bei Kindern informieren.

Für alle BerlinerInnen: Am 18.04.15 bieten wir einen Workshop Kindersicherheit im pikape in Pankow an, wo auch dieses Thema noch einmal ausführlich besprochen wird. Schaut doch vorbei!

Workshop Kindersicherheit 18.04

Wir wünschen Euch einen sicheren Frühling in der Natur und zu Hause und fröhliche Ostern!

 

Die Bilder der Pflanzen haben wir von der Seite

http://gizbonn.de und http://www.garten.de/

Auch hier findet ihr noch weitere Informationen zu Pflanzen und deren Giftigkeitsgrad.

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