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Lachgas – eine alternative Schmerztherapie unter der Geburt?

Lachgas – eine alternative Schmerztherapie unter der Geburt?

„Can you get ‚Gas and Air‘ at the hospital here?” werde ich (Lorna) häufig im Laufe meiner Gespräche mit Kundinnen aus Großbritannien gefragt. ‚Gas & Air‘ ist eigentlich eine Mischung aus Lachgas und Sauerstoff, die in allen britischen Krankenhäusern gebärenden Frauen zur Verfügung gestellt wird, um die Wehenschmerzen zu lindern. In Deutschland kommt Lachgas in nur wenigen Krankenhäusern zum Einsatz. Lachgas macht aber langsam sein großes Comeback, dank einigen zukunftsweisenden Ärzten.

Vielen ist ein Lachgas-Sauerstoffgemisch wahrscheinlich bekannter aus der Zahnmedizin, allerdings ist die angstlösende Wirkung auch sehr gut für die Geburt geeignet (und wird schon seit 100 Jahren in anderen Ländern angewendet). In diesem Fall wird eine 50:50 Mischung aus Sauerstoff und Lachgas eingesetzt, die durch eine Atemmaske oder ein Mundstück eingeatmet wird. Somit kann die Frau die Dosierung durch ihre Atemtiefe steuern.

Laut mehreren Studien (http://link.springer.com/article/10.1007/s00129-013-3134-x) hat Lachgas keine negative Auswirkung – weder auf das Baby noch auf die gebärende Frau. Es ist unter Anleitung leicht anzuwenden, die Wirkungen von Lachgas verfliegen schnell wieder und haben kein Einfluss auf die Wehen.

Mir selbst wurde bei der Geburt meines zweiten Kindes in Berlin Lachgas angeboten. Ich hatte aber gehört, dass eine Nebenwirkung davon Erbrechen ist und habe abgelehnt. Es stimmt schon, dass Übelkeit und Erbrechen bekannte Nebenwirkungen von Lachgas sind. Noch dazu könnten Schwindel, Benommenheit und Euphorie auftreten. Allerdings verschwinden diese Nebenwirkungen innerhalb weniger Minuten nach Beenden der Therapie.

Schmerzen machen den Menschen manchmal krumm und verkrampft – kein guter Zustand für eine unkomplizierte Geburt, die eher die Entspannung und Abschaltung des Neokortexes verlangt. Als angstlösende Therapie ist Lachgas besonders praktisch: Es gibt keine Störung des Geburtsverlaufes; die Frau spürt noch die Wehen aber die ‚Spitze‘ wird einfach gelindert. Bei einem langen Geburtsverlauf kann sich eine Frau ein wenig entspannen und die Wehenschmerzen länger verkraften durch den Einsatz von Lachgas. Bei einem schnelleren Geburtsverlauf, ohne Zeit eine PDA zu legen, kann Lachgas angewendet werden, auch in der Austreibungsphase.

Der Leiter eines beliebten Geburtsklinikums in Berlin hat schon Positives über die Akzeptanz von Lachgas bei der Geburt berichtet. Er hofft durch den Einsatz vom Lachgas die Kaiserschnittrate (speziell Kaiserschnitt wegen Geburtsstillstand) zu senken, da Frauen in der Regel entspannter sind, wenn sie Lachgas inhalieren und dadurch kommt der Geburtsverlauf optimaler voran.

Wir haben gehört, dass das Lachgasgemisch sogar in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verfügbar ist! Erdbeer, Schoko oder Vanille!

In Berlin wird Lachgas als Schmerztherapie z.B. im Urban Krankenhaus, Vivantes Neukölln oder Sankt Joseph eingesetzt. Es lohnt sich auf jeden Fall in Eurer Wunschklinik nach dieser Möglichkeit zu fragen.

Was würdet ihr auswählen? Habt ihr Erfahrungen mit Lachgas? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungsberichte!

Wollt Ihr mehr über das Thema lesen, dann schaut doch mal hier vorbei:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/medizin-den-wehen-die-spitze-nehmen/9188710.html

https://www.hebammenblog.de/schmerzmittel-alternativen-geburt/

Bildquelle: pixabay

 

 

2 Kommentare
  1. Ich weiß gar nicht so recht, ob das hier in diesen Artikel reinpasst, ich schreib schreibe es einfach mal hier rein. An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft bzw. Leben mit Kindern und leider lassen sich viele werdende oder gerade gewordene Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert, bzw. auf was man jetzt zusätzlich noch alles achten muss, gerade was das Leben in der Familie angeht. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin, für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

  2. Danke für die guten Informationen zur Schmerztherapie. Die Erfahrungsberichte dazu würden mich auch interessieren. Eine Bekannte, die bald entbindet wird es vielleicht versuchen.

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