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Mütterpflegerinnen – So viel mehr als nur eine Haushaltshilfe

Mütterpflegerinnen – So viel mehr als nur eine Haushaltshilfe

Viele Frauen haben Sorge, dass sie nach der Entbindung, besonders bei einem Kaiserschnitt oder schwereren Geburtsverletzungen, nicht alleine zurechtkommen. Manchmal sind schon Geschwisterkinder im Haus und/oder der Partner kann Mutter und Kind nicht ausreichend umsorgen. Für diese, wie auch viel andere, Fälle gibt es die Mütterpflegerinnen. Sie unterstützen die Mutter in der Zeit des Wochenbettes sich zu erholen und wieder in die „Gänge“ zu kommen. Wir haben die Berliner Mütterpflegerin Kerstin Schirmer getroffen. Sie ist eine der ersten Mütterflegerinnen Berlins gewesen und hat schon 10 Jahre Berufserfahrung zu unserem Interview mitgebracht. Was sie uns alles erzählt hat, könnt ihr hier nachlesen. Viel Spaß!

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Was ist das Besondere an einer Mütterpflegerin und was sind die Unterschiede zur herkömmlichen Haushaltshilfe?

Eine Mütterpflegerin ist eine speziell ausgebildete und zertifizierte Frau, deren Arbeit weit über die einer klassischen Haushaltshilfe hinaus geht. Die Aufgaben einer Haushaltshilfe sind definiert und beschränken sich auf den Haushalt, die Essenzubereitung, erledigen der Wäsche und Betreuung der Geschwisterkinder.  Das ist sicherlich und ohne Frage ebenso wichtig und oft schon ausreichend. Dann ist hier ein Familienpflegedienst angebracht. Eine Mütterpflegerin hat eine einjährige Ausbildung durchlaufen,(in Gießen an der Schule für Mütterpflegerinnen/FamilienLotSinn).

Das bedeutet Familien- und natürlich hauptsächlich die Mütter in ihrer neuen Rolle als Mutter zu stärken und zu unterstützen. Neben der Unterstützung im Alltag bieten wir eine fürsorgliche und einfühlsame Begleitung an. Ich nenne es gerne Nahrung für Körper UND Seele. Das reicht von Sterneküche für die Königin im Wochenbett, über Unterstützung bei der Pflege des Babys, Babymassage, Massagen für sich selbst, bis hin zu Reiki, Kräuterwissen, Erholungswochenenden und Trauerarbeit. Ausführliche Angebote finden Sie auf unseren Seiten. s.u.

Wer sind ihre typischen Kunden (falls es die überhaupt gibt) und wie wird Ihre Arbeit finanziert?

Nein, typische Kundinnen gibt es nicht, jeder Mensch ist ein Unikat!!!! :-)))) Und so sehen wir die Frauen auch. Das ist natürlich das tolle und und immer wieder Spannende an unserer Arbeit.

Wohl buchen uns aber oft Frauen, die sich für einen bewußten Umgang mit sich, ihrem Körper, der Geburt und ihrem Kind entscheiden. Hausgeburten oder ambulante Geburten sind keine Seltenheit. Aber- genauso viele Anfragen gibt es in akuten Situationen, wie einer medizinischen Indikation oder schlichtweg einer Überforderung oder Überlastung. In unserer heutigen Gesellschaft keine Seltenheit. Da, wo die Großfamilie fehlt, oder weit weg wohnt. Der gute Rat, die Hilfe der Mutter, Großmutter, Schwestern, Cousinen.

Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einen Teil der Kosten für Haushaltshilfe nach unterschiedlichen Paragraphen. Dazu informieren wir gerne in einem unverbindlichen Vorgespräch.

Wann muss man sich um eine Mütterpflegerin kümmern? Wo kann man sie finden?

In der Regel melden sich die Frauen bei uns- aufgrund der hohen Nachfrage- schon sehr rechtzeitig an. 3-4 Monate im Voraus, sind wir schon meißtens ausgebucht. Aber auch für akute Anfragen versuchen wir im Rahmen unseres Netzwerkes eine Lösung zu finden. In unserem Netzwerk findet Frau die momentan tätigen Mütterpflegerinnen. Dazu kommt noch eine Kollegin, die gerade mit der Ausbildung fertig ist, 3 neue Kolleginnen, die die Ausbildung begonnen haben und eine Kollegin ist aktuell in der Elternzeit. Die gerade frisch überarbeitete Seite von Susanne und mir gibt es bei www.muetterpflegerinnen-berlin.de .

Mit 10 Jahren Berufserfahrung gehören Sie ja nun schon zu den „alten Hasen“ in der Branche. Was hat sich in dieser Zeit in ihrer Arbeit und ihrem Berufsfeld signifikant geändert?

Oh ja, Danke! Gerade haben Susanne und ich unser 10-jähriges „hier in Berlin tätig-sein“ gefeiert. Wir freuen uns sehr, nun schon so lange und erfolgreich dieser so wunderbaren Tätigkeit nachgehen zu dürfen. In dem Zuge haben wir unsere Seite überarbeitet, denn da ist in den zehn Jahren jede Menge passiert. Sowohl an „Schwierigkeiten“, wie aber auch an super tollen Weiter-ent-wicklungen. Somit können wir den Berliner Müttern ein weit gefächertes Angebot unterbreiten.

Natürlich sind wir auch immer bekannter geworden- vor zehn Jahren kannte hier in der Stadt noch keiner eine Mütterpflegerin (es gab ja auch keine)- und nun sind wir schon soo viele Frauen geworden und immer wieder kommen welche hinzu. Und immer noch mehr werden zukünftig gebraucht. Das zeigt der große Bedarf und die Nachfrage. Ich sehe doch auch, wie viele Menschen schon in ihrem ganz „normalen Alltag“ überfordert sind, wie geht es da erst einer jungen Mutter? Überhäuft mit Angeboten, angefüllt mit Erwartungen, allein mit ihrem Bauchgefühl!!!!

Einige Kolleginnen blieben jedoch nicht dabei. Es ist ein Beruf, der ähnlich wie bei den Hebammen, von den Kassen nicht annähernd ausreichend bezahlt wird. Auch da es eine selbstständige Tätigkeit ist, kommt das nicht für jede in Frage.

Insofern bleibt, was die Wichtigkeit dieses Berufsfeld betrifft noch Einiges zu tun!

Vielen Dank für das nette Gespräch zu Kaffee und Scones.

Da die Nachfrage nach den Mütterpflegerinnen immer mehr steigt, empfehlen wir unseren Klientinnen bei Interesse sich schon sehr früh, gerne schon ab dem 4. Monat, zu kümmern.

(Frau Schirmer hat uns verraten, dass sie bald ihr Wissen rund um Kräuter und Rezepte, die sich während ihrer Arbeit bewährt haben, in einem Blog teilen möchte. Wir werden diese, sobald er fertig ist auch hier verlinken.)

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